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von einem...

...der auszog das fürchten zu lernen. ich habe, trotz widrigster umstände, in der tat ein bezauberndes wochenende voller spiel spaß und spannung hinter mir, das ich niemandem vorenthalten will. doch beginnen wir mit den widrigen umständen und somit von vorne. den freitagabend verbrachte ich, da wirklich so rein garnichts partymäßiges in meinem lieblingsprovinznest los war, cocktailtrinkender- und flavouroflovefinaleguckenderweise in unserem wg-zimmer. nach mangelhafter regenerierung begab ich mich nach kassel -kassel ist eine der wenigen städte, die die indigene schöpfungslegende von einem warzenschwein, dass die erde ausgehustet habe, wirklich zu verifizieren scheinen; und zudem, wie meine mitfahrgelegenheit von kassel aus, nachdem sie mich eine stunde bei burgerking mit menschen, die sogar für kassel schlecht gekleidet waren, alleine gelassen hatte, ist dieses scheißkaff auch sehr mangelhaft ausgeschildert-
von kassel aus fuhren wir dann auf jeden fall nach dortmund (es wäre sinnvoll gewesen salzgitter und hamburg-harburg auch noch zu besuchen, wenn man von kassel nach dortmund fährt, so als ugly-tours). in dortmund begannen wir nun eine kneipentour der extraklasse. wir starteten in einer so-called szenekneipe, in der so-called antideutsche hausverbot haben. politisch versteh ich ja nicht viel. aber musikalisch, kleidungsmäßig und eben so lifestylehaft profitiert der laden nicht wirklich davon. allerdings begegnete ich hier dem ruhrpott so richtig, wo man auf toilette mit "mahlzeit" begrüßt wird, ist viel, aber nicht zuhause.
nächste station, heavymetalschuppen. ein security der kinder frisst, ein pulikum, dass einen wider willen zum sozialchauvinisten macht und musik wie in den guten alten zeiten (die ich nie erlebt hab). war super. nachdem wir den mindestverzehr versoffen hatten (das ging eigentich ganz fix, aber die quer über die brust zertätowierte bedienung machte einen auch noch schneller, welch brennender durst nach wo anders sein da entfacht wurde, brüder, ihr macht euch kein bild).
nach etlichem hin- und hergelaufe, weil an der bar ein anderer name stand, als sie offiziell trägt, betraten wir dann einen club (das wort club muss mit all seinen implikationen gelesen werden, beige ledersessel, lila-grünliche beleuchtung und carlsberg wenn man schlicht bier bestellt) bei diesem club handelte es sich um eine art auffanglager für anfangzwanziger, die, angealternativt wie sie sind, nichts sehnlicher wollen als dem kleinen yuppie in sich recht geben und sich mit einem apple-notebook nach köln abzusetzen, medienwissenschaften zu studieren und unmengen latte- macchiato zu trinken, den sie nicht umrühren, damit man die schichtung sieht, und dann den espresso kalt werden lassen, weil er ihnen zu stark ist.
irgendwie ein lustighalbfertiges ding zwischen koks-geld-dorfdisco-poesiealbum. man kann sich vorstellen, wie wohl sich stalin da fühlt. zumal die männliche hälfte des publikums einem das gefühl vermittelte, irgendwie interessant und attraktiv zu sein.
der nächste tag viel einem solchen vortag entsprechend etwas bescheidener aus. und heute war ich beim zahndoktor. jetzt aua, mehr die tage...
5.3.07 14:25


...

"...je tiefer man in meinem inneren sucht, um so näher kommt man dem zettel auf dem -bin grade an der oberfläche- steht..." den satz würde ich normalerweise jemand anderem unterschieben, aber ich hab ihn schon verwendet. na, da find ich mich dann halt mal selber lustig.
6.3.07 17:01


um dekaden gealtert

wenn man sich gedanken über die herkunft allgemein akzeptierter rituale macht, dann steht man oft vor rätseln. so ist mir bis heute nicht klar, warum silvester darauf zu zielen scheint, die leute mit einem möglichst dicken schädel, einem schlechten gewissen ob der unüberdachten knutscherei des vorabends sowie ein bis zwei klärenden gesprächen in das neue jahr zu husten.
unmittelbar einleuchtend finde ich hingegen geburtstagsgelage. es scheint hierbei das ziel zu sein sich am nächsten morgen älter zu fühlen. bei mir sind das gefühlte 70 jahre.
das wiederum wird durch verschiedene dinge konterkarrikiert, die mich eher jahre jünger (oder eben schon senil) erscheinen lassen dürften.

-ich renne ziellos durch die gegend und mache geräusche mit allem was mir in die hände kommt.
-ich höre ununterbrochen die selbe sounds-platte
-ich komme zu nix obwohl ich arbeit zum schmeißen hätte
-ich blogge immernoch.

und so hängt stalin wieder zwischen jugendlichem weltdurst und weiser einsicht. oder doch eher zwischen infantilität und alterswahnsinn?
7.3.07 20:41


weisheiten:

"das leben ist eine rostige, scharfkantige tüte voller saurer fußnägel, wenn ihr mich fragt. aber mich fragt ja keiner."
und da sag mal einer, trivialliteratur beinhaltet keine lebensweisheiten...
9.3.07 18:25


von schmerzhaften an- und abwesendheiten

sommerliche frühlingsfrische ist was feines. auch das man arbeiten muss, ist bei meiner form des arbeitens eigentlich nichts schlimmes. während man sich auf dem balkon ins koma liest, die letzten tropfen der abendsonne über das gesicht laufen zu lassen, zu merken wie eine ganz bescheidene und garnicht mal unangenehme kühle die hochgelegten füße kitzelt und von der erkältung an den stuhl gebunden zu werden, auf dem man ohnehin sitzen müsste... eigentlich eine erfrischend unspektakuläre form der langeweile und dabei den allermeisten formen der "unterhaltung" bei weitem vorzuziehen. wenn nicht, ja wenn nicht der kopf eine eigentümlich aufgekratzte form der aktivität entwickeln würde. kein satz hält der heißgelaufenen kühle eines eigentlich nur gleichgültigen kopfes stand, der dem buch nicht verzeihen kann, dass es ihm egal ist. und leise, ganz leise meldet sich der zweifel, ob es nicht doch netter wäre irgendetwas weniger isoliert gelangweiltes zu unternehmen. und getrieben von der frage steigt leise die geschichte des vortages auf, die einen davon abhält die wohnung zu verlassen...
"nachdem s. verzweifelt versucht hatte, menschen zu erreichen, die er schon seid wochen nicht erreichte, hatte er sich vorgenommen seinen innenstädtlichen verpflichtungen nachzukommen. angestachelt von der hoffnung, in der stadt verständlich nicht ganz so fremde blicke aufzugabeln, stürzte er sich völlig unvorbereitet in das apokalyptische taumeln, das kleinstädte zwangsläufig mit der ersten frühjahressonne überfällt. hier ein schreiendes kind, dort sich sonnende hemden, die ihr festgefrorenes ihrstehtsozialnichtaufmeinerstufegrinsen chronisch mit guter laune verwechselnd, hier eine kapelle die ihr musikstudententum in kaffeehausauthenzität pervertiert und dort die obligatorischen linksalternativen kleiderständer im freiluftsolarium innenstadt. lsd ist nix dagegen. geschäft geschlossen, jacke zu warm. sie jetzt auszuziehen wäre allerdings eine niederlage. eine affiges zugeständnis an die frühlungseuphorie, dasselbe, das die ersten kryptopfadfinder schon in kurze hosen gezwängt hatte.
inzwischen taumelnd, den lolli am bein genausowenig beachtend wie die milcheisreste auf dem rücken, den geruch der frühnachmittäglichen punkerkotze ignorierend, drehte sich s. immerwieder um, irgendwo müsste sich doch eine weniger bedrohliche form der menschlichkeit- und deswegen war der zusammenstoß so unvermeidlich. nachdem er gegen den laternenpfahl gerannt war, noch ein wenig benommen, fiel sein blick auf die anzeige eines studenten, der doch eigentlich nur... " wer sowas erlebt hat, der weiß, warum einfach nur einsame langeweile einen so schnell nicht wieder auf die straße treibt.
13.3.07 17:59


eigentlich...

...hätte man das aufgrund seiner schmonzettigen emohaftigkeit wieder löschen müssen. aber ich bringe es nicht übers herz lange texte zu löschen...
13.3.07 18:01


vorhaben.

der 17. März ist der internationale kampftag für alberne vorsätze. und da steuere ich doch gleich mal was bei.

1. auf der nächsten wg-party dem quotenhippie in sein duftlämpchen aschen.
2. in einer fremden stadt, in einer möglichst spaßbefreiten szenekneipe die flirtsprüche aus der bravo ausprobieren (mein favorit: eiswürfel auf den tresen knallen und rufen - da stand wirklich rufen! - "jetzt ist das eis gebrochen")
3. im cafe auf den boden werfen, beine des kellners- oder der kellnerin- umklammern und brüllen "ich wollte doch nur noch einen kaffee"
4. opa auf einer familienfeier sagen, die alt33er würden doch nurnoch ihre ärsche plattsitzen und hätten völlig vergessen wofür sie einmal angetreten sind.
5. nach dem überqueren einer roten ampel auf der anderen seite den knopf drücken und stehenbleiben bis grün wird, dann umdrehen und gehen.
6. bei mcdonalds fragen ob sie die reste für den hund einpacken könnten.
7. mit einem schild an der autobahn stehen auf dem magdeburg steht, und wenn jemand anhält lachen nd ihn fragen ob er da wirklich hinwill.
18.3.07 19:40


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