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meditationen über das bloggen.

blogs, und speziell dieser, sind im kern ein wenig verlogen. das halbaffektierte schulterzucken mit dem über die belanglosigkeiten des lebens salbadert wird, kann ja auch nicht echt sein. schulterzucken kann man auch privater. naja, in jedem falle setzt der funktonierende blog dreierlei voraus:
a) es muss was passieren (wenn auch nur im kopf) das es zu beschreiben gibt. bären im winterschlaf bloggen nicht.
b) das passierende darf den schreiberling nicht zu sehr erfassen. nachher will er das nur mit sich und dem ereignis ausmachen und wo kämen wir da hin?
c) schreiberling oder schreiberlingin müssen sich irgendetwas davon versprechen, leuten unter die nase zu binden was sie und was sie nicht erlebt haben (dazu mehr im zweiten teil).

bei mir war in der letzten woche nachweislich zuwenig b und c um was zu schreiben. da mein innerstes aber augenscheinlich nur existieren kann, wenn es so tut als würde es sich nach außen kehren, hier eine ersatzlektüre. so.


blogschreiben ist eine ziemlich eigentümliche ausprägung des narzissmus. das es unter umständen auch ganz unneurotische, gar praktische aspekte dieser tätigkeit gibt, ist ein gängiges vorurteil, das sich bei näherem hinsehen als falsche schutzbehauptung entpuppt.
1. "blogs sind eine art rundmail. leute die mir nahestehen, bleiben auf dem laufenden, ohne dass ich allen schreiben müsste, ja sie können sogar antworten."
- schön gesehen. ein blick in das übliche halbaffektierte bloggeschnassel belehrt den beobachter eines besseren. über was bleibt man denn da auf dem laufenden? wirklich persönliche geschichten will man doch in einer solchen halböffentlichkeit garnicht ausbreiten. nein, für sowas gibt es immernoch verschiedene möglichkeiten der direkten kommunikation. im notfall: rundmaillisten.
der reiz liegt hier doch scheinbar eher in der halböffentlichkeit.
2. "ich benutze das eher als medium zur reflektion. sone art tagebuch"
- beknackter gehts nicht. wer um alles in der welt führt öffentlich tagebuch? wer, außer: dem narzisstischen profilneurotiker.
3. "was ist das denn anderes als das editorial von zeitungen, nur demokratischer?"
- ojeh. erstens sind editorialsessaykolumnenfeulletons ohnehin schon kaum zu entschuldigen. aber teil einer entschuldigung könnte sein, das die schreibenden dort, zumindest teilweise, geld dafür bekommen, papier mit wortgetaumel zu fluten.
ps.: demokratie ist ohnehin nicht einfach, in diesem zusammenhang allerdings ziemlich erkenntnisleer.

vorläufiger schluss:
bloggen ist eine (relativ harmlose, weil nur für leute, die blogs lesen, zugängliche) form der profilneurose. die konzeption ist immer mehr oder minder die eines "stars" der gelesen werden will, es allerdings in dieser welt sonst nicht dazu bringt konventionell gelesen zu werden. wenn alle beteiligten einer community sich dieser unsitte befleißigen, wird dieses phänomen nicht abgemildert. vielmehr müsste man unter diesen umständen von einer gruppenpsychose sprechen.
3.2.07 22:21


ach ja...

...erwähnte ich schon, dass ich natürlich trotzdem weitermache?
3.2.07 22:23


eiderdaus da geht noch was....

ja rosa hat völlig recht. zu meiner entschuldigung muss ich anbringen, das ich selber letzte letzte woche noch nicht ahnen konnte, mit welcher wuch das so called "leben" meinen geregelten tagesablauf durcheinanderbringen würde. meine abstinenz der letzten tage, sowie der umstand das mein internet abgestellt wurde tragen ebenfalls nicht wirklich dazu bei, das ich mich mit dem verfassen von bleiwüsten oder dem insnetzstellen lustiger vidos und bildchen befasse. obwohl, den folgenden clip, der mir letzte woch vorgeführt wurde möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten:



ebenfalls nicht vorenthalten möchte ich euch den hinweis auf ebenjenes großartige stück der musikgeschichte:



da tut sich doch mal ernsthaft die frage auf, ob das leben noch einen sinn macht.

ach, is ja nun wurscht, stalin meldet sich wieder, wenn er beim bloggen nicht mehr permanent den eindruck haben muss von liebestollen punkern beschattet zu werden.
18.2.07 17:33


stalin

is back:

nach schmerzhaften, aber lehrreichen wochen des internetenzuges ist endlich wieder alles "rischtisch geil" ach ja, für alle die den clip immernochnicht kennen:

so, nun aber genug des videogespammes. irgendwie muss doch auch was ernsthaftes in den letzten tagen rumgekommen sein.
nun denn. woran man merkt das man alt ist:
1. man hat das gefühl, das einen grippeviren aus mitleid nur son bisschen befalle.
2. der kleine bruder (!) hält ein referat über die dialektik der aufklärung.
3. filme die man im kino gesehen hat laufen auf kabel 1.
mehr schönes die tage. ich hab jetzt ja wieder internet!
28.2.07 19:09


künstlerleben

28.2.07 20:11





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