Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt

   subakut
   konecho
   pragblog
   maedchenblog
   platzpatrone
   koljah und taiphun
   tante renate
   nachwuchstalent

http://myblog.de/stalinwerke

Gratis bloggen bei
myblog.de





endlich!

pünktlich zu silvester füllt sich die stadt gaaaanz plötzlich wieder mit altbekannten gesichtern. die dann auch sofort und ohne zögern in den üblichen lokalitäten zusammenlaufen, sich da dann volllaufen lassen und sich dann so verhalten, dass ich es bedauere keinen klarnamen- klatschblog zu führen. nur stalin das alte pantoffeltierchen fiel mal wieder aus der reihe. nachdem ich auf der vermutlich einzigen party in göttingen war, die kurzfristig dochnoch abgesagt wurde, habe ich da wo alle dinge taten über die sie am nächsten tag klärende gespräche führen werden, klärende gespräche geführt. was allerdings den vorteil hatte, dass man sich dem trinken, tanzen, beobachten und tratschen noch inniger zuwenden konnte. deswegen hab ich heute morgen als allererstes einen stechenden schmerz in der brust verspürt, dann meine klamotten im flur gefunden, die ich wohl in dem nichterwartenkönnen des schlafens dort schon fallengelassen habe und mich gefragt, warum menschen sich soetwas antun. mal im ernst: es kann doch nicht der sinn der sache sein, dass man das neue jahr mit einem gefühl beginnt, das nur nach einem jahr schlaf und bewusstlosigkeit schreit. das macht doch keinen sinn.
aber bei allen guten vorsätzen schaffe ich es dann ja vielleicht auch mal, etwas geistreiches zu papier zu bringen, das nicht direkt mit alkohol in verbindung steht. in diesem sinne: frohes neues, guten rutsch und was eben so dazu gehört...
1.1.07 23:20


endlich gude launnneeeee! -oder: traumata auf beiden seiten -oder: vom schlaf der vernunft

endlich ist es wieder soweit: langsam kehrt das leben in mich und meinen emailkasten zurück. auch wenn es sich bei den mails bisher um spam und verhältnismäßig uninteressantes handelt, die nachrichten des tages bei gmx noch so selten dämliche inhalte haben wie:


"Franz, Siegfried, Otto - Namen aus Großvaters Zeiten liegen voll im Trend

Für Trendforscher sind die traditionellen Namen eine Gegenreaktion auf die Welle amerikanischer Namen und ein Zeichen der "neuen Bürgerlichkeit""
doch immerhin, es bewegt sich etwas. nun hat mein tag leider noch mit der momentan handelsüblichen portion schlechter laune eröffnet, was sich durch die entwicklung des vormittages nicht gerade besserte, als ich dann jedoch den liebenswürdigerweise in meinem zimmer entsorgten apothekenrundbrief für ältere mitbürger las, der mir riet, das nichts körperspannung, körperbeherrschung und lebensfreude so in schwung bringe wie sex oder schwimmen, beschloss ich, naja, schwimmen zu gehen, da wohl davon auszugehen ist, dass sex alleine, zumindest in seiner unkomplizierten ausführung (und die komplizierte führt doch wieder nur dazu, dass das bücherregal umfällt und ich mir irgendetwas breche) nicht den gleichen effekt hat.
und das war, zumindest überwiegend, eine ziemlich gute idee. irgendwie hat das kalte wasser einen schon fast mystisch anmutenden kopf klarspülenden effekt gehabt, der mich an ein schönes, zynisches und trotzdem lebensbejahendes gleichnis aus meiner allerspätesten schulzeit erinnerte:

gib einem phyikalisch einigermaßen bewanderten menschen zwei spiegel, er stellt sich dazwischen und denkt über quanten sowie die notwendigkeit von fluchtpunkten und horizont nach. gib einem spätpubertierenden halbintellektuellen zwei spiegel, und er fragt sich, ob in den tiefen seines ichs (das er zu reflektieren glaubt, wenn er in den spiegel guckt) wohl schon immer eine solche dunkelheit geherrscht hat.

irgendwie scheint mir das die schlüssigste erklärung für mein geflenne der letzten tage. eigentlich alles sehr prosaisch und nicht der rede wert.
aber zurück zu meiner schwimmbadgeschichte: nachdem ich erstaunt festgestellt hatte, wieviele menschen scheinbar den apothekenrundbrief für ältere menschen lesen, und wie wenige davon sex haben, wurde mir klar das ferien sind.
das wiederum führt dazu, dass fast schon obszöne mengen junger menschen dem müßiggang frönen, statt sich in schulen, universitäten und anderen zurichtungsinstitutionen zu tummeln. was mir einmal mehr vor augen führte (denn im schwimmbad liegen die fakten auf dem tisch) wie schlimm es um die ernährungssituation der bundesdeutschen bevölkerung bestellt ist (die eine hälfte ist definitiv magersüchtig, die andere hälfte versteckt ihre zugegebenermaßen auch wirklich häßliche bademode unter ihrem körper) und das tatoos nicht zwingend eine gute idee sind. wenn auf einer bikiniteilverzehrenden arschbacke ein einhorn prangt, dass aufgrund der allgemeinen oberflächenstruktur ähnlichkeiten mit einem halbseitig amputierten stier hat, dann fühlt man irgendwo, tief im inneren einen stechenden schmerz, der mehr ist als nur muskelkater. bbbrrrrr, auf einmal ist einem schwimmen lieber als sex.
so, genug gelästert, die menschen haben es ja vermutlich auch nicht leicht, in diesem sinne noch einmal sven väths kategorischer imperativ: feierei und gude lauuunneee, alder!
2.1.07 13:34


liebes tagebuch,

heute habe ich einen total phatten homie zu meinen links geadded. was sich so cool anhört, war aber auch eine erniedrigende erfahrung. seit zwei monaten hab ich ihn nämlich auf einer linkliste übersehen, was mir aber erst auffiel, als ich schon einen doofen coment submitted hab. wenn du wissen willst wie sich das anfühlt, stell dir einfach vor, dir wird schlagartig bewusst, das du im abibuch unter der rubrik "dumm aber fickt gut" nur deshalb nicht aufgetaucht bist, weil du zuwenig sex hattest. im übertragenen sinne. nixdestotrotz, lest subakut. der ist schlau und trotzdem sexy. so.
2.1.07 20:26


pornographie...

vor langerlanger zeit hatte ich in diesem blog mal die frage nach einer brauchbaren pornografie- definition gestellt. augenscheinlich interessiert sich keiner meiner leserinnen für sowas, was nur vielleicht ein gutes zeichen ist. meine nachforschungen in sachen begriffsdefinition in reallife waren allerdings auch nur von mäßigem erfolg gekennzeichnet, da die gespräche meistens erst unter alkoholeinfluss zustande kamen, und meine gesprächspartner (lies: opfer meines wortschwalls) in den meisten fällen völlig unerquickliche tautologien von sich gaben. meistens verlief die grenze zwischen erotik und pornographie dann da, wo irgendwas nicht in ordnung ist. meistens wenn machtverhältnisse reproduziert werden oder son gedriss. was ja schwierig ist, weil die meisten der meinung waren, dies würde auch auf axewerbung zutreffen. diese als pornographie zu bezeichnen finde ich nun aber gewagt. und so dümple ich weiter in der nacht der welt und ringe um begrifflichkeiten, das chaos der gegenständlichkeit zu lichten. schöner schritt in eine (vielleicht) garnicht so doofe richtung war mein fernsehnachmittag. wenn die bezeichnung sozialpornographie nicht vielleicht verharmlosend ist und man eher von sozialsnuff reden sollte, dann lohnt vermutlich ein vergleich des rtl/vox/sat1 reallifeprogrammes mit pornographiedefinitionen, dann wäre porno sex der aufgearbeitet ist wie richterin barbara salesch. das ist leider auch das einzige ergebnis dieses tages. dabei wollte ich soviel schaffen. aber jetzt muss ich einen geburtstag feiern gehen. was wohl auch eine ehrenvolle aufgabe ist. man kann ja nicht jeden tag arbeiter der woche werden. nun gut, euch auch nen schönen abend (krieg ich irgendwen zu gesicht?)
3.1.07 21:07


kurzbericht

ich mach gleich die flatter in die provinzmetropole, geburtstag feiern, aber son paar kleinigkeiten wollte ich euch nicht vorenthalten:
woran man merkt, das alles gut ist:
-man wacht auf und hat die auswahl zwischen 5 fruchtsäften
-man ist selbst im winter erst zuhause wenn die sonne aufgeht
-man wollte doch nur frustsaufen, aber entdeckt eine geburtstagsfeier
-der eine tag endet, der andere beginnt auf einer goa party
-es werden einem leute mit den worten "das ist eine mitbewohnerin meiner mitbewohnerin" vorgestellt

woran man merkt das nicht alles gut ist:
-man hat keine ahnung wer einem die leute vorstellt
-man hat einen unschönen riss in der lippe und hat augenscheinlich wie ein schwein geblutet, weiß es aber nicht mehr.
-es gibt bei nordsee keine vinegar soße zu den fish and chips
-man hat um zwölf uhr mittags eine verabredung, weiß aber nicht mehr mit wem
-wenn der bus die seite absenkt, fängt die welt an sich zu drehen
-man weiß den weg nach hause nicht, bis einem auffällt das man im eigenen bett liegt
-das unfehlbare bauchgefühl macht geräusche
6.1.07 14:27


zurück in der mupfel...

die nahe großstadt hatte mal wieder so einiges zu bieten. als ältester anwesender (auch mal was anderes) auf einem 16 geburtstag hab ausnahmsweise ich mal was fürs leben gelernt. jawoll. ich will nie wieder sagen, dass ich nochmal jünger sein will. das ist ja fürchterlich! nicht, dass die menschen nicht ihren spaß hätten. gaz viel alkohol und knutschen und kiffen und so. eigentlich nichts anderes als bei zwanzigjährigen auch. aber die trennlinie zwischen loosern und solchen, die das recht auf spaß haben ist ziemlich klar und vor allem falsch gezogen. das war ganz traurig anzusehen. ich war dann doch froh es hinter mir gelassen zu haben. nie wieder 16! freiheit ist die einsicht in die notwendigkeit.
8.1.07 18:02


kunst und andere unanständigkeiten

gestern hat die uni wieder angefangen und deswegen war ich heute auch mal kurz da. so richtig wird dann allerdings auch erst morgen durchgestartet, allerdings nur, wenn ich es aus unerfindlichen gründen schaffen sollte früh genug aufzustehen. das mit den großen plänen gestaltet sich bei mir momentan nunmal etwas weniger einfach als sonst. trotzdem bin ich heute der tristesse meiner wg entfleucht, die immermehr zu einer art demlackauffangzentrum verkommt und habe einen äußerst großartigen ehemaligen mitbewohner besucht. in einem spartanisch eingerichteten zimmer führte er mir das folgende stück überragende kunst vor, das jeder (wirklich jeder) der über die möglichkeit verfügt, angucken sollte! dauert nicht lange, aber wirkt noch ein wenig länger...

oder auch, noch ein wenig härter und eher für tierfreunde und freunde des weltuntergangs als für antisexisten:

in der uni war nix tolles, außer das mir das komprehensions-aprehensions-dilemma nicht mehr aus dem kopf geht, rein vom wortlaut her nicht und ich immermehr der überzeugung bin, ich sollte mein leben als mäßig erfolgloser kurzgeschichtenautor und nicht als akademiker verbringen. weil ich nicht immer serien gucken kann, geh ich jetzt lesen und verderbe mir weiter mein sprachgefühl mit philosophieschinken. apropos: wenn man das wort tagliatelle auf einer nudelpackung im augenwinkel sieht und man deshalb in einen assoziationsdschungel gerät, der einen zu der wirren annahme bringt, zizek hätte heidegger falsch verstanden, obwohl man selbst heidegger noch nichteinmal gelesen hat, dann ist man entweder eher der sprachtyp, oder man wird langsam größen- und wahnsinnig, oder was wohl am wahrscheinlichsten ist, man sollte einfach mal andere bücher lesen.
last but not least: der soundtrack zu "der pate" macht einfach nur traurig. finger weg von sowas. soulseek ist keine entschuldigung.
9.1.07 21:28


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung