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eieieieieieieiei....

einfach ist das alles nicht. da musste ich gestern viel und lange frustsaufen, und dann krieg ich halt kopfschmerzen. ob ich das jetzt zum schwimmen schaffe, steht so ein bisschen in den sternen. aber v.a. müsste ich eigentlich seit drei stunden an meiner zwischenprüfungsarbeit sitzen. andererseits hat es auch vorteile sich so stumpf zu fühlen. da kann man über sowas lachen:
1.12.06 12:42


news.

ein schreckliches durcheinandergepurzel abenteuerlichkeiten hat sich in den letzten tagen zugetragen und muss nun vor den geneigten leserinnen ausgebreitet werden, weil das der exebitionistische kernzweck eines blogs ist. fangen wir, um zu vermeiden, dass das hier so durcheinander geht wie in reaal (sprich: riiiieeeeehhhhhl) am anfang an.
die studierendenschaft göttingens hat am donnerstag mal wieder bewiesen, dass sie selbst für eigeninteressensartikulation zu bräsig ist. und sowas will elite werden. ich hab dann in einer kneipe meines vertrauens meinen größenwahn mit becks am leben gehalten. soweit nix neues.
am freitag hab ich dann einen abend lang backgammon gespielt (nicht internetbackgammon!) und mich, festhalten, über eine theaterinszenierung unterhalten. überflüssig zu erwähnen, dass ich dabei rotwein getrunken habe.
gestern hab ich den tag über gearbeitet -aber abends war ich das erste mal in meinem leben mit wirklich netten leuten glühwein auf dem weihnachtsmarkt trinken. im anschluss habe ich hier in der küche sambuca, wodka, bier und wein immer schön durcheinander getrunken. währenddessen verwickelte ich mich in ein gespräch über die möglichkeit kunst objektiv zu erkennen, was mir einen faschismusvorwurf einbrachte, der dann, zu meiner großen erheiterung, zu einem rassismusvorwurf abgeschwächt wurde. für den ungebildeten leser: ich lernte gestern, das faschismus ist, wenn man sich über seinen diskussionsgegenüber erhebt (also behauptet recht zu haben).
dies versprach ein derart funkelndes diskussionsvergnügen, dass ich meine komplette abendplanung auf eis legte, um in diesem bunten einerlei der dämlichkeiten weiterzuschwimmen.
mitbewohner sagte grade, ich hätte ein wunderkindtheater abgezogen. meint, ich habe aus dieser situation der stärke hemmungslos kapital geschlagen, und sie genutzt um endlich mal den größten schwachsinn in einer diskussion zu behaupten. getragen von dem bewusstsein, dass niemand anwesend war, der ihn hätte widerlegen können.
hat aber spaß gemacht. das mit den buchtipps war ernstgemeint ihr assis. ach ja, haltet alle die ohren steif, stalin sagt, es gehtr voran.
3.12.06 11:00


feierei!

soeben hab ich meine zwischenprüfungsarbeit in den kasten geworfen. d.h. zeit und muße mich für ein-zwei tage in selbstgeffälligkeit und faulheit zu suhlen. denn die erfolgreiche erfüllung eines fünf-jahresplanes macht glücklich!

außerdem hab ich schlaf nachzuholen, wel der total lahme gruselfilm von gestern

mich natürlich trotzdem vom schlafen abgehalten hat. ich bin doch so sensibel.
naja, aber jetzt trink ich erstmal weiter kaffee, man gönnt sich ja sonst nix.
4.12.06 10:25


wieder was gelernt.

ich bin heute soooo faul, dass selbst das schreiben eines mittelmäßigen blogeintrages mir unerträgliche hirnschmerzen bereitet. ich bitte also im vorraus um entschuldigung.
da es aber nochnichteinmal einem professionellen faultier wie mir möglich ist, den ganzen tag in lethargie und entspannung ohne opium zu verbringen, hab ich walter benjamin über karl kraus gelesen. neben dem unausgesprechlichen vergnügen einem autisten zuzusehen, wie er über einen narzissten schreibt, war auch der erkenntnisgewinn nicht ohne. am meisten hab ich mich aber mal wieder über die karl kraus zitate gefreut. beispiele:
"diese große zeit, die ich noch kannte als sie ganz klein war" und weiter: "da ein solches wachstum physiologisch unmöglich ist, wollen wir sie lieber die dicke zeit oder die aufgedunsene zeit nennen" die sich wie folgt auszeichnet: " die federn werden in blut, die schwerter in tinte getaucht. ursache und wirkung können nicht tanzen." auch schön wenn auch etwas bedenklich: "nicht jede frau ist heute prostituierte, aber jeder intellektuellist journalist".
das gesicht des menschen kann so hassverzerrt werden, das es schon wieder menschlicher wirkt, als der versuch einfach nur man selbst zu sein, was hab ich die stunde in der badewanne genossen (auch wenn ich meine haut jetzt in streifen abziehen kann. ei.)
aber auch meiner pflicht den menschen dinge mitzugeben, nach denen keiner gefragt hat, möchte ich nachkommen. lektionen von heute:
1. wer eine packung haribocolorado innerhalb von zehn minuten in sich reinstopft, sollte kein bier hinterherschütten.
2. "ich fand das alles garnicht so kompliziert" sollte man behutsam und nicht zu oft in gesprächen verwenden, auch wenn man es meint.
3. immer langsam mit den jungen pferden (hab ich heute in der mensa das erste mal seit jahrzehnten wieder gehört. musste raus, weil ich leider in alltagskonversationen garkeinen platz für solche sätze finde).
so, hochgeistig finden sie woanders.
achja, bevor ich das vergesse:
4. das internet kann viel, aber als plattform für pseudoliterarische feulletonistengehversuche wird es maßlos überschätzt. an alle 9-99 jährigen 16jährigen: gründet schülerinnenzeitungen, statt den drei leute, die euch aus sympathie nicht sagen, was sie von euren texten halten, im internet auf den keks zu gehen.
dasselbe gilt für politische einschätzungen von menschen, die die bühne der debatte nicht betreten wollen, aber in der letzten reihe der blogkuschelcommunity ihre verzweiflung über die unzulänglichkeiten derer ausbreiten, die die realität so mit sich vollmachen wie sie den virtuellen raum.
und zuletzt einen liebesgruß von karl kraus: "die polemik soll den gegner um die seelenruhe bringen, nicht ihn belästigen".
und noch ein schönes von walter benjamin: "rechtsprechung kommt nach rechtschreibung, und wehe der ersteren, wenn die zweitere unter ihr leidet."
oder aber: "die öffentliche meinung existiert nicht. meinung ist privat, öffentliche meinung ist nur die gerichtete, vor allem aber richtende private."

ps.: die zitate sind aus dem kopf zitiert. wer das orginal lesen will, muss das eben selber raussuchen.
5.12.06 19:15


noch was schlaues.

"es ist unsinnig, davon auszugehen, dass es so etwas wie ursprüngliche triebe nicht gibt. ebenso großer unsinn ist es, so etwas wie natürliche triebe zu definieren. vielmehr muss die zentrale losung der kultur sein, triebbefriedigung zum lustgewinn zu veredeln". und jetzt kommt ihr.
5.12.06 20:09


äähhhhh,

"ja, dein hintern ist zu dick- jede wahrheit braucht einen mutigen der sie spricht"
"ja die brüste sind gemacht- jede wahrheit braucht einen mutigen der sie spricht"
"nein ich bin nicht gekommen- jede wahrheit braucht einen mutigen der sie spricht"

und die einzige version, in der nicht die frau als objekt im mittelpunkt steht:
"ja ich heirate dich nur wegen dem geld- jede wahrheit braucht einen mutigen der sie spricht"

wird erstens vielviel seltener plakatiert und it zweitens eigentlich nur die andere seite der medaille. aber immerhin wissen wir jetzt, was mahatma gandhi, einstein und marx gesagt haben, woran sich die bild letztes frühjahr ein beispiel nehmen wollte...

gestern war ich übrigens tanzen. trotz der wahrscheinlich nicht ganz unbegründeten furcht, hinter einer "mischung aus drum and base, ragga und punk" würde sich etwas verbergen, das nur leuten gefällt, die sowas aus prinzip gut finden, hatte ich seehhr viel spaß. also:geht zu
la phaze sollte sich euch die gelegenheit bieten.
und in der rubrik nerds auf muntermacher heute:
wenn man nach einer stunde tanzen merkt, dass man darüber nachdenkt, ob die eigene platz im publikum paretoeffizient ist, was heißen soll, dass man sich nicht besser stellen kann, ohne jemand anderen schlechter zu stellen, dann studiert man zu lange wirtschaftswissenschaften und sollte es niemandem erzählen.
in der rubrik schlagfertig im alltagswahnsinn:
wenn man sich bei saturn verläuft, und einem der ladendetektiv hinterhersteigt, einfach umdrehen, lächeln und ihn fragen wo man das aktuellste modern- talking album findet. er wusste es nicht. schade. geschämt hat er sich trotzdem. an alle ladendetektive dieser welt: auszusehen wie eine mischung aus schimanski und ner bulldogge ist nicht unauffällig. echt nicht.
6.12.06 15:00


versöhnliches zum wochenanfang

wenn man zu plätschernder drum`n`base musik in der küche sitzt, nicht alles geschafft, aber den rest auf den nächsten tag verschoben hat und der herbst draußen schritte auf den winter zu macht, den er seit wochen erbittert bekämpft, dann möchte man nicht hinten an stehen, und der welt einfach mal mitteilen, dass es garnicht böse gemeint war, was man ihr an den kopf geworfen hat. also schon, aber gerade gegenüber den hobbiefeulletonisten dieser welt war ich doch etwas grob. ganz einfach: eigentlich verhält es sich mit dem bloggen ein wenig wie mit der schlichten und ergreifenden mstrubation. eine bescheidene form der sexualität mit der man niemandem auf den geist geht. ausnahme ist die wirklich sehr unschöne öffentliche form derselben. irgendwie verhält sich das mit dem bloggen ganz ähnlich. fürchterlicher sind nachweislich kommentare in foren und zeitungen, die man aus anderen gründen lesen muss, die einen also quasi belästigen. wer allerdings so blöd ist, im internet gezielt auf seiten herumzudümpeln, auf denen ewigsechzehnjährige in prosa und poesie die welt aufarbeiten, der sollte dafür nicht den dichterinnen die schuld geben.
und irgendwie macht es ja auch spaß. wenn z.b. ein artikel gegen genitalverstümmelung auf dem mädchenblog die überschrift "hände weg von der klitoris" trägt, dann hat der tag einen lichtblick mehr.
ich werde jetzt in die badewanne steigen, und mich der lektüre von unterhaltungsliteratur widmen. ich will übrichens immernoch buchtipps.
11.12.06 17:07


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