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ich bin der welt abhanden gekommen...

vor langerlanger zeit erwähnte rosa diesen satz mit der ergänzung "...das ist mein lieblingsmahlerzitat, aber wo, wenn nicht in einer melodramatischen blogabmeldungserklärung soll man den denn verwenden?". ich war damals anderer meinung. weil: erstens fand ich den satz selber völlig solipsistisch-selbstmitleidig-furchtbar und zweitens wusste ich nicht so ganz genau was eine blogabmeldung eigentlich (sein) soll...
nun denn. nachdem dieser blog in letzter zeit eher ein auffangbecken der tröpfelnden traurigkeiten war, dass vor dem paradox bestehen musste, dass opfer und adressaten meiner anklagen allzuoft identisch waren, nachdem die fröhlich alkoholisierte grundstimmung der ersten einträge einem mehr oder minder verkaterten schlechten gewissen gewichen war und schlussendlich einfach die umstände die "stalinwerke" geschaffen hatten sich soweit gewandelt hatten, dass er mehr oder minder zu einer schrullig gewordenen marotte geworden war, nun also der erlösende satz:
"ich bin stalinwerke abhanden gekommen"
all denen, die bis hierher mitgelesen haben, und meinen reiseblog nichtmehr betreten werden, wünsche ich an dieser stelle alles gute, die anderen lesen in wenigen tagen an anderer stelle weiter. und so schließe ich mit einem leicht traurigen und dennoch hoffnungsvollen: good night and good luck!
2.9.07 18:11


allerweltliches.

sehr schöne lieder werden überschätzt. weil: sehr schöne lieder machen meistens irgendwie emotional. zb, weil sie einen an situationen erinnern die vorbei sind. oder weil sie so schön sind, dass sie ganz selbstständig einen emotionswust hervorrufen. was strengenommen auch ganz schön in die hose gehen kann. der pirates of the carribean soundtrack por ejemplo macht alles doller. sollte man also die finger von lassen wenn es einem nicht gut geht. ganz generell sollte man die finger von "night after night" von den sounds lassen. weil, macht nicht nur ultradepressiv, kann man auch nichtmehr ausmachen. und so sitzt man dann schluchzend vor seinem rechner. sehr zu empfehlen ist es allerdings "a man comes around" von johnny cash zu hören. das ist zwar traurig, macht es aber nicht. willkürliche apokalyptische horrorexzesse eines strafenden gottes können sogar ausgesprochen erheiternd wirken, wenn man schlechte laune hat. und das ich die gerade habe, muss ich ja wohl kaum noch gesondert hervorheben. mein gott, dass ist ja schlimmer als weihnachten und neujahr zusammen. ich könnt kotzen wenn ich sowas lese. also hör ich jetzt auch auf sowas zu schreiben.
9.8.07 17:51


cineastenlegitimationskrampf

wenn es einem nicht so schrecklich gut geht, dann kann man als ernsthafte handlungsoption eigentlich nur realitätsflucht betrachten. das kann man mit altbewährtem betreiben: z.b. einer staffel greys anatomy auf dvd. oder mit neuen wegen, einer reise oder einer neuen drogenerfahrung. man kann aber auch einfach sein geld durch den kamin jagen und jeden tag ins kino gehen. und genau das hab ich getan. und wie es sich für einen halbintelektuellen, "humorvollen" studenten gehört, hab ich death proof und den simpsonsfilm als erste besichtigt. die beiden filme treffen sich nicht nur im zielpublikum, dessen exemplarische karrikatur wohl der autor ebenjenen blogs ist. nein auch in der ausgangslage treffen sich die beiden filme. "selbstrefenzielles kino" ist der name für den ansatz, den man erfinden muss, so das noch kein anderer getan hat. eine ausführliche bewertung der filme schenke ich mir an dieser stelle. erstens haben das andere schon besser und eleganter getan, zweitens bin ich auch noch viel zu kinoverorgelt, als das ich dafür genug überblick haben könnte.
nur soviel: die handlung beider filme ist zu vernachlässigen. beide filme leben von den momenten, in denen ihre konzeption aus sich heraus auf die lücke ihrer realisation verweist. heißt nix anderes, als das es nix komischeres gibt, als homer simpson, der in einem itchy und scratchy kinofilm brüllt, das es nix dümmeres gibt, als eintritt für einen film zu bezahlen, den man auch im fernsehen haben könnte. genauso lebt death proof von den momenten, in denen die jukebox läuft, und menschen in schlaghosen ihre handys zücken, um sich sms zu schreiben. auch hier treffen sich die beiden filme. wirklich subtil werden diese lücken nicht gerissen... vielmehr scheint es den doppelten boden der erkenntnis "da stimmt doch was nicht - lustig", der einsicht "das merken aber alle, hab ich mich gerade dafür gefeiert das rausgefunden zu haben?" und abschließend der humorgtränkten legitimation "aber diese offensichtlichkeit ist so dreist, dass sie fast schon wieder selber lustig ist" zu sein, auf die der film angelegt ist. hat den vorteil, das dieser prozess an jeder stelle unterbrochen werden kann, wenn man ein wenig dämlich ist, lustig bleibt es trotzdem.
die schwäche des simpsonsfilms ist es denn auch, dass er mit dieser selbstreferenz offene türen einrennt. niemand macht sich noch ernsthaft sorgen um die brutalisierende wirkung von zeichentrickfilmen. itchy und scratchy wirken in der ballerspieldebatte eben nurnoch niedlich - jeder manga ist brutaler (fußnote: man sollte sich gedanken über selbstreferenzielle ballerspiele machen). da bleibt nur die flucht in die ungebrochene realitätsbeschreibung: greenday sind moralaposteln, schwarzenegger ist dumm, usw.
bei death proof funktioniert das besser: die hommage an den 70er horrorfilm wird vom heutigen horrorfilm gerettet... das wirkt so elegant, das sich die geneigte öffentlichkeit sich nochnichteimal zu schade ist, sich im angesicht eines filmes der zu 99% aus hübschen frauen und autos besteht, die frage, ob es sich dabei um einen "feministischen film" handelt, überhaupt zu stellen. ist er natürlich nicht, aber dazu an anderer stelle mehr, ich hab jetzt besuch...
8.8.07 23:00


was zur hölle?

ist bloß in mich gefahren, wenn selbst arbeiterliederkassetten und die ersten zwei bier einen immernoch nicht von goldstandarthandelsarbitrage abbringen können? klarer fall: ich geh mich jetzt besinnungslos feiern. sollte mir das gelingen, ist mir die klausur übermorgen auch egal. und eigentlich ist das doch ein gutes zeichen- denn gemäßigte freude nach einem vernünftig bemessenen lernpensum ist was für leute, die feiern gehen, weil "man nur einmal jung ist". bei allem hass auf die billige hedonismusausflucht aus der verantwortung: ich werde einfach nicht alt. da stellen sich solche fragen nicht. der exzess ist ein sehr guter freund von mir.
28.7.07 21:33


grenzerfahrungen...

botschaften sind eigentümliche orte. und wenn sich nach längerer unterhaltung mit dem augenscheinlich sympathischsten menschen in der näheren umgebung herausstellt, dass die dame nach nebraska auf die bibelschule will, wird die situation nicht weniger absurd.

wg-vorstellungsgespräche sind lustig. wenn man keinen neuen mitbewohner sucht. schrumpfköpfe die irgendwas von ihrer wilden zeit bei den jusos erzählen, könnte man zwar ausstellen, zusammenwohnen will man mit denen aber nicht.

country ist nicht das schlechteste metier- und wenn einem morgens im zug die phonetische ähnlichkeit von "guilty" und "guillotine" auffällt, dann könnte das unter umständen das schönste sein was einem im laufe des tages passiert.

in der mensa essen wäre schöner, wenn nicht alle meine freunde irgendwo im urlaub wären.

gewaltfantasien lassen nach, wenn man mehrmals täglich "low-intensity-gewalttätig" ist. die frau im sekretariat anpampen, menschen im gedränge der fußgängerzone treten, bei plus sahne über das kassenband laufen lassen... deiner fantasie sind keine grenzen gesetzt.

"monetäre außenwirtschaft" zum kotzen finden ist nicht dasselbe wie verkürzte kritik an der zirkulationssphäre.

sätze aneinanderreihen ist nicht dasselbe wie einen text schreiben.
27.7.07 13:00


für und

wider frühes aufstehen:
pro:
-man kann dem tag eine zweite chance geben, wenn der morgen nicht so gut läuft. einfach auf start gehen, vor elf hätte man ja sonst auch nichts gemacht.
-man lernt neue leute kennen, weil um neun völlig andere menschen bei plus sind
-man wird früher müde, kann also evt. am nächsten tag schon wieder früher aufstehen.
-schönes gefühl, zu den selbstdisziplinierteren zu gehören.

contra:
-hilft nix, wenn um zwölf derselbe scheiß weiterläuft.
-will man die kennenlernen?
-spitzenparty verpasst, und dann reißt dass auchnoch ein, weil man so früh müde wird.
-einsames vergnügen

merke: schwierige frage, der man sich am einfachsten entzieht, indem man die nacht durchsäuft. dann leidet man zwar am nächsten tag, wird aber abends wieder wach - gehe zurück auf start....
enthebt einen von vielen anderen fragen, wie: möchte ich zu den kultivierten und gebildeten menschen gehören? (-fällt flach weil: zu verkatert zum lesen).
außerdem ist es in dieser welt, nicht ganz grundlos, verbreitet, gelangweilt genervt mit geistreich zu verwechseln. da macht sich verkaterte schlechte laune ganz gut im lebenslauf (die schwäche des heutigen eintrags liegt vielleicht auch darin, dass ich heute keinen kater hab, ungewohnterweise).

an dieser stelle: zweierlei musik:

herzschweremotional:

supernichts, hamburg-köln-belgrad: du und deine scheiß fdp
und: meer gegen stadt.

ich hab geweint, ehrlich. komischerweise musste ich bei knochenfabrik, deutschmark muss sterben: du bist so anders
sehr viel lachen. aber dazu mehr wann anders.


andere frage: für und wider den gemeinen menschenhass. deine meinung ist gefragt!

und schlussendlich eine ernstgemeinte ermahnung an alle:
wer zuviel geistigen auslauf hat, produziert sätze wie folgenden:
(über einen selbstmörder) er hat letzten endes es seinem leben gemacht, weil dieses offenbar nicht mehr als jenes bot
(so geschehen heute bei stalin in der badewanne).

und noch ein tip: wenn man den überblick über seine formulare und papiere verliert, einfach kaffee über ebenjene gießen. man kann dann sortiert und ruhig von vorne anfangen (so geschehen heute in stalins küche).

und eine weisheit: die besten freunde sind die, die einen nur mögen weil man geld hat (da muss man sich nichtsoviele gedanken über seine charaktereigenschaften machen) oder mit denen man feinde teilt. die gehen nämlich nie aus.

entlehnt bei subakut: pessimisten sind die glücklicheren menschen, weil sie tendenziell öfter positiv vom leben überrascht werden. prost, ich muss weiterarbeiten (die erstellung dieses eintrags dauerte lediglich vier minuten. so kongenial schlechte laune hab ich. ist doch ganz lustig geworden, oder?)
20.7.07 18:24


wird ja...

...in letzter zeit sehr ruhig hier. aber ein kleinod hab ich. auch wenns ein wenig moralisch ist und die hälfte von euch es vermutlich schon kennt...
17.7.07 10:44


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